Ich wurde vor kurzem gefragt, warum mein Blog so leer sei, ob ich denn mit dem schreiben aufgehört hätte. Eher sterbe ich als damit aufzuhören! Es wäre für mich gleichbedeutend, denn es hieße mit dem Denken aufzuhören, und das tue ich mehrere Stunden im Tag, ob ich nun die Worte im Kopf aneinanderfüge, zu einem Gebilde, dass mir sofort gefällt und sobald wieder entfällt, oder ob ich es tatsächlich mit Füller auf Papier banne, unglücklich darüber, dass es in Genialität nicht dem Ursprungsgedanken gleicht. Als Person bin ich fern von genial, was mich zu der Annahme führt, jener Geistesblitz hätte mich nur passiert, sich jäh an meiner Seele abgestoßen aus der Dringlichkeit einen anderen Menschen zu erreichen, der vielleicht vermochte, den Gedanken weiterzuspinnen und etwas sinnvolles daraus zu kreieren anstatt in eine internale Sinnkrise zu stürzen. Zumindest hoffe ich noch auf diese andere Person die den Blitz erhält und halten kann, wäre es doch schade wenn all diese Ideen aus der reinen Unfähigkeit, sie zu notieren, verloren gingen!
Deshalb habe ich auch überlegt mich in Zukunft eher über persönliche Themen auszulassen. Es ist zwar schön und gut, Ideen zu den weltbewegenden Themen zu haben, doch die Freude ist nur von kurzer Weil bis man eine kürzere Abhandlung über den bedachten Bereich schreiben möchte und schließlich realisiert dass es dann doch keine einfache Sache ist etwas sinnvolles über ein sinvolles Thema zu schreiben, ist es doch einfacher kunstvoll eine Nichtigkeit zu beschreiben.
Zumindest eine, die für einen selbst vielleicht keine ist. Es ist eine Wohltat, mich über die kleinen Dinge im Leben zu freuen, darüber nachzudenken. Man entspannt sich, wird aufmerksam. Es war ebenso entspannend, eine kurze Auszeit vom Internet zu nehmen, doch im Maße lässt es sich ja benutzen, weshalb ich auch meinen Blog nun wiederbelebe. Also hoffe ich mich möglichst bald mit neuen Gedanken wieder melden kann!
Grüße!